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Dr. Hans Oskar Simon

geb. 21. März 1887 in Bonn, Jude. Er studierte Rechtswissenschaft in Bonn und Volkswirtschaftslehre in Würzburg. Im Laufe des Jahres 1922 zieht er nach Pforzheim und wird von 1926 bis 1933 Syndikus beim Arbeitgeberverband für Pforzheim und Umgebung. Er macht sich um den 1. Tennisclub Pforzheim verdient. Von 1926 bis 1933 ist er Stadtverordneter in Pforzheim. Im Frühjahr 1933 wird er beurlaubt und in „Schutzhaft“ genommen. Wo und wie lange, ist in den Akten nicht vermerkt. Am 18. Dezember 1933 flieht er nach Johannesburg/Südafrika, wo er am 18. Juli 1961 stirbt.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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Rosalie Lilli Braun

geb. 1. Mai 1925 in Pforzheim, Jüdin. Tochter von Philipp und Martha Braun, Schwester von Edgar. Sie besuchte die Hilda-Schule, musste aber von 1936 bis 1938 an das Schul-Ghetto an der Osterfeld-Schule (Hindenburg-Schule). Am 22. Oktober 1940 wurde sie nach Gurs deportiert. Sie konnte aus dem Lager befreit werden und lebte einige Zeit versteckt in Frankreich. Nach Erhalt von unverdächtigen Papieren konnte sie über England in die USA fliehen. Ein genauer Zeitpunkt für die Flucht und wie sie in die USA gelangen konnte, ist bisher nicht feststellbar. Sie lebte dort verheiratet als Lilly Fayans. Sie stirbt am 7. Februar 2007.

Pate: Devin Geiselhart, Julian Pfrommer, Julian Oppermann, Lotta Hamberger, Klarissa Zechiel, Maren Hofmann, Sina von Drachenfels, Sabine Bücheler, Martin Rühl

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Edgar Braun

geb. 20. Februar 1924 in Pforzheim, Jude. Sohn von Martha (Marta) und Philipp Braun, Bruder von Lilli Braun. Er besuchte ab dem 14. April 1934 das Reuchlin-Gymnasium in Pforzheim, Ecke Goethe-/Zerennerstraße. Das letzte Zeugnis wurde während des Schuljahres 1938/1939 ausgestellt mit dem Vermerk „ausgetreten am 14. November 1938 aufgrund des Erlasses des Reichserziehungsministeriums“. Danach offensichtlich Umzug nach Berlin. Genaueres ist nicht vermerkt. Von da wird er am 28. Juni 1939 mit dem 39. Osttransort nach Auschwitz deportiert. Vom 15. August 1943 bis zum 7. Januar 1944 wird er mehrfach im Krankenhaus des KZ Auschwitz behandelt und am 7. Januar 1944 nach Birkenau überstellt. Das offizielle Todesdatum ist auf den 31. Dezember 1943 festgelegt.

Pate: Christa Reis + Albert Velten-Reis

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Martha (Marta) Braun

geb. Holzer, geb. 26. April 1899 in Pforzheim, Jüdin. Ehefrau von Philipp Braun, Eheschließung am 7. Dezember 1922. Durch die Eheschließung wurde sie offenbar tschechische Staatsbürgerin. Mutter von Edgar und Rosalie Lilli Braun. Schwester von Jenny, Jakob Erich und Richard Holzer. Sie wurde am 22. Oktober 1940 nach Gurs deportiert, und von da am 24. September 1942 nach Rivesaltes verbracht. Am 5. Oktober 1944 wird sie mit Transport Nr. 8 nach Drancy, und am 4. November 1942 mit Transport 40, Zug 901/35 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Pate: Rotary Club Pforzheim Schwarzwald

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Philipp Braun

geb. 8. Juli 1891 in Nitra/ Slowakei, Jude. Ehemann von Martha, geb. Holzer, Vater von Edgar und Lilly Braun. Er wurde 1939 in die Niederlande ausgewiesen und lebte illegal in Amsterdam, Deurloostraat 94. Am 17. Mai 1944 wurde er verhaftet und ins Lager Westerbork verbracht. Von dort wurde er am 19. Mai 1944 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert und am 22. Mai 1944 ermordet. Es liegt allerdings ein Erbschein vor, der besagt, dass das Ehepaar Braun bereits am 31. August 1942 in Auschwitz verstorben sei.

Pate: Christa Reis + Albert Velten-Reis

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Selma Coper

geborene Cooper, geb. 31. Dezember 1880 in Pforzheim, Jüdin. Tochter von Moritz und Mathilde Coper. Schwester von Adolf. Am 31. Juli 1939 emigriert sie in die Niederlande und wird am 13. September 1939 in ‘s-Gravenhagen registriert. Am 8. Juli 1940 zieht sie weiter nach Amstelveen. Zu einem nicht näher genannten Datum im Jahr 1940 wird sie von der Gestapo verhaftet und im Lager Vught bei ‘s-Hertogenbosch verbracht. Ein anderes Dokument nennt für die Verhaftung durch die Gestapo das Datum vom 21. April 1943. Am 9. Mai 1943 wird sie in das Lager Westerbork verlegt, und in Baracke 83, Bett Nr. 209 registriert. Von da aus wird sie am 4. September 1944 mit Transport XIII/7 in das Lager Theresienstadt deportiert. Das Lager wird Anfang Mai 1945 von der Roten Armee befreit Da große Seuchengefahr herrscht, werden die Insassen nur nach und nach entlassen. Selma Coper wird am 6. Juni 1945 aus Theresienstadt entlassen und lebt nach dem 25. Juni 1945 erneut in den Niederlanden. Ein Ort ist nicht festgehalten. Sie stirbt am 22. November 1967.

Pate: Dr. Klaus Rettenmayr

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Adolf Coper

geb. 14. September 1885 in Pforzheim, Jude. Ehemann von Elly Hermine Elisabeth, geborene Beer. Hochzeit am 20. August 1925. Sohn von Moritz und Mathilde Coper. Bruder von Selma. Ob das Ehepaar Kinder hatte, ist nicht bekannt, auch sind von der Ehefrau keine Akten auffindbar. Es liegt allerdings ein Schreiben von einer Frau Marianne Steiner, geborene Coper vor, in dem Eigentumsverhältnisse zu den Gebäuden in der Oberen Rodstraße 12 und Durlacher Straße 35 erwähnt sind. Es ist aber nicht festgehalten, ob es sich bei dieser Person um eine Tochter des Ehepaares Coper handelt. Von Frau Elly Coper sind keine Akten auffindbar. Das Ehepaar Coper flieht offenbar 1936 über Holland nach Argentinien. Es liegt eine Transportrechnung für Möbel vor, ausgestellt auf Frau Elly Coper. Herr Coper stirbt am 1. Juni 1963 an einem Gehirnschlag.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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Robert Julius Kahn

geb. 18. Juli 1912 in Pforzheim, Jude. Sohn von Hermann und Rosa Kahn, Bruder von Joan Margaret Anna. Ob er 1934 mit der Familie nach England geflohen ist, kann bisher nicht zweifelsfrei geklärt werden. Es ist nur festgehalten, dass er am 27. August 1941 in Mailand/Italien verstorben ist.

Pate: Firma Eberhardt GmbH & Co.

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Joan Margaret Anna Kahn

geb. 30. Oktober 1909 in Pforzheim, Jüdin. Tochter von Hermann und Rosa Kahn. Schwester von Robert Julius. 1934 flieht sie mit den Eltern nach England. Vermutlich in England heiratet sie einen Herrn Sommer. Anfang der 1950-er Jahre soll sie in Indien gelebt haben. Sie stirbt im Juni 1998 in Hendon/Middlesex, England.

Pate: Familie Kathrin + Hans Gölz-Eisinger

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Rosa Ida Kahn

geborene Zeffertt, geb. 29. September 1885 in Paddington/England, Jüdin. Ehefrau von Hermann Kahn und Mutter von Joan Margaret Anna und Robert Julius. 1934 flieht die Familie nach England. Frau Kahn kann auf Dauer nicht in England geblieben sein, denn ihr Tod ist mit dem Datum vom 31. Januar 1938 in Zuoz/Schweiz dokumentiert.

Pate: Konfirmanden der Friedensgemeinde

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Hermann Kahn

geb. 29. Juli 1877 in Pforzheim, Jude. Ehemann von Rosa, geborene Zeffertt und Vater von Joan Margarete Anna und Robert Julius. Bruder von Otto und Fritz Kahn. Direktor der Deutschen Bank Pforzheim. Im Jahr 1934 flieht die Familie nach England. Vor seiner Flucht musste er eine Vermögenabgabe von RM 40.000, sowie eine Reichsfluchtsteuer von ebenfalls RM 40.000 leisten. Zusätzlich wurde ihm ein Grundstück von 11 Ar im Gewann „Alter Hohlweg“ heute „Am Felsenkeller“ enteignet. Die Familie flieht 1934 nach England. Hermann Kahn stirbt am 13. Dezember 1949 in London.

Pate: Susanne + Marus Großmüller

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Lilly Grünbaum

geb. 20. November 1914 in Mannheim, Jüdin. Tochter von Hirsch und Clicinia Grünbaum. Schwester von Wolf-Dietrich, Elfriede, Lina, Hanna und Jakob. Sie war Schülerin an der Hilda-Schule. Mit der Familie flieht sie im Jahr 1933 nach Frankreich. Unter unbekannten Umständen stirbt sie dort am 7. Mai 1938.

Pate: Angela Bieberich

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Ruth Anita Wiener

geb. 29. Januar 1925 in Pforzheim. Nach dem Ereignis mit ihrer Mutter flieht sie zusammen mit ihren Eltern am 18. Oktober 1934 ab Bremerhaven auf der „Deutschland“ in die USA. Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt heiratet sie einen Herrn Meier (Meyer). Weitere Einzelheiten sind bisher nicht in Erfahrung zu bringen.

Pate: Susanne + Stefan Reize

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Cecilia Wiener

geborene Wirth, geb. 11. November 1896 in Wuchzenhofen, Kreis Leutkirch. Sie war katholisch, bestätigt durch das Pfarramt St. Elisabeth in Stuttgart. In den ersten Oktobertagen 1934 kommt die Polizei an die Wohnungstür und verlangt nach Frau Wiener. Als sie sich weigert wird Gewalt angedroht. Als sie dann doch erscheint, wird sie festgehalten und es werden ihr Ketten angelegt. Mit einem Schild „Rassenschänderin“ auf dem Rücken wird sie drei Stunden lang durch die Au und die Altstadt bis zur Gymnasiumstraße geführt. Bei diesem Gang wird sie von offensichtlich bestellten Passanten mit „Kartoffeln und ähnlichen Gegenständen“ beworfen. Einige Tage später kommen zwei katholische Schwestern, Nathalie und Sebalda, zur Familie Wiener und warnen vor dem Hausbesitzer, der ein gefährlicher Nationalsozialist sei und großen Einfluss bei der Partei habe. Herr Wiener bringt seine Ehefrau, und vermutlich auch die Tochter, nach Straßburg, wohin er ihr zwei Wochen später folgt. Um nicht aufzufallen, lässt er die ganze Wohnungseinrichtung zurück und bittet seinen Bruder Eugen Wiener, sich um den Verkauf zu kümmern. Dies gelingt nicht, da auch dieser von den Nazis verfolgt wird. Am 18. Oktober 1934 flieht Cecilia Wiener mit Ehemann und Tochter auf der „Deutschland“ ab Bremerhaven in die USA. Durch eine Heiratsurkunde ist belegt, dass sie am 31. Januar 1968 in New Jersey Herrn Joseph Wimmer heiratet. Im gleichen Jahr kehrt sie nach Deutschland zurück. Ob alleine oder mit Ehemann, ist nicht vermerkt. Sie lebt dann in Karlsruhe, Viktoriastraße 16, wo sie am 30. Juli 1970 verstirbt.

Pate: Rotary Club Pforzheim Schwarzwald

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Adolf Wiener

geb. 2. Juni 1876 in Pforzheim, Jude. Ehemann von Cecilia, geborene Wirth. Vater von Ruth Anita. Herr Wiener war Vertreter für mehrere Schweizer Uhrenfabriken, wurde aber ab dem 1. April 1934 in seiner Arbeit sehr eingeschränkt. Ab dem 1. Oktober 1934 durfte er keiner Arbeit mehr nachgehen. Nach den Misshandlungen seiner Ehefrau verließ die Familie Deutschland und floh am 18. Oktober 1934 auf der „Deutschland“ ab Bremerhaven in die USA. Aufgrund der überstürzten Abreise wird die gesamte Wohnungseinrichtung zurückgelassen. Er bittet seinen Bruder Eugen, sich um den Verkauf zu kümmern. Dies gelingt nicht, da auch der Bruder von den Nazis verfolgt wird. Herr Adolf Wiener verstirbt am 24. November 1941 in den USA.

Pate: Dr. Alfred Scheld

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Alexandra Filenko

geborene Alixenko. Ehefrau von Simon Filenko. Mutter von Witalij, Jeleanne und Anatol. Zwangsarbeiterin aus der Sowjetunion. Ob sie bei dem Angriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 ums Leben kam, oder der Zwangsarbeit entkommen konnte, ist bisher nicht zu klären.

Pate: Doris + Udo Freisenich

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Simon Filenko

Ehemann von Alexandra Filenko. Vater von Witalij, Jeleanne und Anatol. Zwangsarbeiter aus der Sowjetunion. Ob er bei dem Angriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 ums Leben kam, oder der Zwangsarbeit entkommen konnte, ist bisher nicht zu klären.

Pate: Katharina Leicht

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Helene Julia Moser

geborene Bellmer, geb. am 12. September 1881 in Niefern. Sie war Christin. Die Ehe blieb kinderlos. Aufgrund der jüdischen Abstammung des Ehemannes stand das Ehepaar unter ständiger behördlicher Beobachtung, was das tägliche Leben stark beeinträchtigte. Helene Moser stirbt im Jahr 1965.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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Emil Moser

geb. 27. Januar 1876 in Pforzheim, Jude. Bruder von Adele Henriette, Sigmund und Julius. Im Jahr 1917 trat er zum evangelischen Glauben über. Ehemann von Helene Julia, geborene Bellmer. Herr Moser war Mitinhaber des Bekleidungshauses Moser, zuletzt in der Westlichen Karl-Friedrich-Str. 41, sowie der Schmuckwarenfabrik Fritz Link & Cie. Er wurde am 17. Februar 1945 mit Transport XIII/6 nach Theresienstadt deportiert, offensichtlich im gleichen Transport, wie sein Bruder Julius. Er erhält die Lager-Nr. 19204. Das Lager wird am 8. Mai 1945 von der Roten Armee befreit, aber aufgrund der Seuchengefahr nicht vor Anfang Juni geräumt. Emil Moser kommt im Juni 1945 zurück nach Pforzheim. Er verstirbt am 6. März 1960.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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Friederike Loeb

geb. 25. Oktober 1902 in Mannheim, Jüdin. Tochter von Maximilian und Marie Loeb. Von Beruf war sie Pianistin. 1939 flieht sie in die USA. Nach Ankunft in den USA ändert sie ihrem Vornamen von Friederike in Suzanne. Nachdem sie von der Deportation ihrer Eltern erfahren hat, setzt sie sich für deren Freilassung ein und kann gegen Zahlung von ca. US-$ 1.200,00 die Freilassung ihrer Eltern erreichen. Nach dem Krieg wohnt Suzanne Loeb in Orange, NJ. Weitere Daten sind bisher nicht bekannt.

Pate: Karin Erna + Dr. Johann Walter

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Marie Loeb

geborene Weil, geb. 7. August 1873 in Leimersheim, Jüdin. Tochter von Abraham Weil und Berta, geborene Seligmann. Ehefrau von Maximilian Loeb und Mutter von Friederike. Am 22. Oktober 1940 wird sie mit ihrem Ehemann nach Gurs deportiert. Zu einem nicht genannten Datum wird sie in das Lager Les Milles verlegt. Die Tochter war schon 1939 in die USA geflohen. Sie setzte sich für die Freilassung ein und konnte erreichen, dass die Eltern freikamen. Frau Loeb wurde dann ein einem „Centre d’émigration féminins“ untergebracht, bis sie zusammen mit ihrem Mann am 3. Mai 1941 über Marseille und Lissabon auf dem Schiff „Mouzinho“ in die USA auswandern konnte. Frau Loeb stirbt am 7. November 1943 in Newark in NJ.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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Maximilian Loeb

geb. 13. Januar 1880 in Kallstadt/Pfalz, Jude. Ehemann von Marie Loeb, geb. Weil. Vater von Friederike. Die Hochzeit war am 24. Mai 1901. Herr Loeb war Direktor der Deutschen Bank Pforzheim und Mitglied im Aufsichtsrat der Papierfabrik Weißenstein. Am 22. Oktober 1940 wird er mit seiner Ehefrau nach Gurs deportiert. Die Tochter war schon 1939 in die USA geflohen. Sie setzte sich für die Freilassung ein und konnte erreichen, dass die Eltern freikamen, und am 3. Mai 1941 über Marseille und Lissabon auf dem Schiff „Mouzinho“ in die USA auswandern konnten. Die Ankunft in den USA wird mit Datum vom 21. Juni 1941 bestätigt. Er lebt zuerst in Newark, NJ, und später in New York. Dort stirbt er am 15. Dezember 1954.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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Rosa Weil

geb. Bernstein, geb. 21. April 1867  in Zinten/Ostpreußen, Jüdin. Witwe von Alfred Weil, den sie am 17. April 1892 in New York geheiratet hatte. Wann der Ehemann verstorben ist, kann bisher nicht festgestellt werden. Rosa Weil war Mutter von Else Weil, verheiratete Lauterbach. In den Akten ist noch eine zweite Tochter, Irma, erwähnt, zu der bisher aber keine Unterlagen zu finden sind. Ab dem 19. September 1941 muss Rosa Weil den Judenstern tragen. Am 22. August 1942 wird sie ab Stuttgart in das Vernichtungslager Theresienstadt deportiert. Einigen Angaben zufolge soll sie bereits auf dem Transport verstorben sein, wogegen andere Vermerke besagen, dass sie sofort nach Ankunft ermordet worden sei. Das amtliche Todesdatum wird mit dem 31. August 1942 angegeben.

Pate: Katholische Kirchengemeinde Pforzheim

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Martha Moser

geborene Schreiner, geb. 31. Juli 1883 in Ober-Ramstadt. Bei ihrer Geburt sind die Eltern mit evangelischer Religionszugehörigkeit eingetragen. Heirat mit Julius Moser am 15. April 1911 in Darmstadt. Die Ehe blieb kinderlos, hatte aber später einen Adoptivsohn. In jedem Fall stand das Ehepaar aufgrund der jüdischen Abstammung des Ehemannes unter ständiger behördlicher Beobachtung, was das tägliche Leben stark beeinträchtigte. Martha Moser stirbt im Jahr 1955.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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Julius Moser

geb. 18. Juli 1882 in Pforzheim, Jude. Bruder von Adele Henriette, Siegmund und Emil. Ehemann von Martha, geborene Schreiner. Im Jahr 1899 verlässt er die Jüdische Gemeinde und tritt der Evangelischen Kirche bei. Nach dem Abitur an der Oberreal-Schule in Pforzheim studiert er Bauingenieurwesen mit Diplom-Abschluss. Dann Teilnahme am ersten Weltkrieg als Artillerieoffizier. Nach Rückkehr aus dem Krieg übernimmt er das väterliche Herrenbekleidungsgeschäft Moser mit Schneiderei, zuletzt in der Westlichen Karl-Friedrich-Str. 41. Er war auch Mitinhaber der Schmuckwarenfirma Fritz Link & Co. Zu einem nicht belegten Datum wird er zur Geschäftsaufgabe gezwungen und muss zur Zwangsarbeit bei der Rüstungsindustrie in der Papierfabrik Dill-Weißenstein. Am 17. Februar 1945 wird er mit Transport XIII/6 in das Lager Theresienstadt deportiert. Offensichtlich im gleichen Transport wie sein Bruder Emil. Als das Lager Anfang Mai 1945 von der Roten Armee befreit wird, müssen die Insassen aufgrund der hohen Seuchengefahr noch einige Zeit im Lager verbleiben. Herr Moser kommt am 17. Juni 1945 zurück nach Pforzheim. 1946 wird er von der Militärregierung als Präsident der Industrie- und Handelskammer eingesetzt, und macht sich um den Wiederaufbau des Industriehauses und der Ständigen Musterausstellung verdient. Von 1948 bis 1959 ist Julius Moser Mitglied des Gemeinderats Pforzheim. Zu seinem 80. Geburtstag 1962 wird er Ehrenbürger der Stadt Pforzheim und erhält das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland. Julius Moser stirbt am 12. Februar 1970 in Pforzheim.

Pate: Rotary Club Pforzheim

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  • Stolperstein 368

    Stolperstein 368

    Name: Dr. Hans Oskar Simon

    Pate: Rotary Club Pforzheim

    verlegt 2023 am 16. März


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    Stolperstein 367

    Name: Rosalie Lilli Braun

    Pate: Devin Geiselhart, Julian Pfrommer, Julian Oppermann, Lotta Hamberger, Klarissa Zechiel, Maren Hofmann, Sina von Drachenfels, Sabine Bücheler, Martin Rühl

    verlegt 2023 am 16. März


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  • Stolperstein 366

    Stolperstein 366

    Name: Edgar Braun

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    Stolperstein 365

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    Pate: Rotary Club Pforzheim Schwarzwald

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  • Stolperstein 364

    Stolperstein 364

    Name: Philipp Braun

    Pate: Christa Reis + Albert Velten-Reis

    verlegt 2023 am 16. März


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  • Stolperstein 363

    Stolperstein 363

    Name: Selma Coper

    Pate: Dr. Klaus Rettenmayr

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    Stolperstein 362

    Name: Adolf Coper

    Pate: Rotary Club Pforzheim

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    Pate: Firma Eberhardt GmbH & Co.

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  • Stolperstein 360

    Stolperstein 360

    Name: Joan Margaret Anna Kahn

    Pate: Familie Kathrin + Hans Gölz-Eisinger

    verlegt 2023 am 16. März


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  • Stolperstein 359

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    Name: Rosa Ida Kahn

    Pate: Konfirmanden der Friedensgemeinde

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    Pate: Susanne + Marus Großmüller

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    Name: Lilly Grünbaum

    Pate: Angela Bieberich

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    Pate: Rotary Club Pforzheim Schwarzwald

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    Name: Adolf Wiener

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    Pate: Rotary Club Pforzheim

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    Pate: Rotary Club Pforzheim

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    Stolperstein 344

    Name: Julius Moser

    Pate: Rotary Club Pforzheim

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