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Ria (Maria) Goldschmid, geb. 1900 in Prag als Jüdin. Sie wurde schon in Prag christlich getauft. Bereits in den 1920-er Jahren kam sie nach Pforzheim und schloss sich der Christengemeinschaft an. Sie war eine gute Pianistin und musizierte in der Christengemeinschaft häufig mit Herrn Max Rodi, der sehr gut Geige spielte. Sie floh kurz vor oder nach der Pogromnacht zurück nach Prag zu ihrer Verwandtschaft. Als Tschechien von der Wehrmacht besetzt war, wurde Herr Rodi Anfang 1940 im Volkssturm bei Brünn eingesetzt. Dabei hatte er die Gelegenheit, sich mit Ria Goldschmid in Prag zu treffen. Sie erzählte ihm von den äußerst schwierigen Verhältnissen im besetzten Prag. Nach 1942 verlieren sich dort ihre Spuren. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurde sie nach Auschwitz oder Theresienstadt deportiert und ermordet. 

Pate: Dr. Frithjof Rodi